Fliesen von Abrieb bis Auspresspistole

Abrieb
Nach der derzeit gültigen DIN EN 176 unterscheidet man 5 unterschiedliche Abriebgruppen:

Abrieb 1:
Die Abriebgruppe I ist für leicht beanspruchte Böden geeignet, die überwiegend mit weichen Sohlen begangen werden kann und somit keiner kratzenden Verschmutzung standhalten muss. Beispiele hierfür wären die Schlaf- und Sanitärräume im privaten Wohnbereich mit niedriger Begehungsfrequenz. Fliesen mit der Abriebgruppe I sind heutzutage nur noch selten im Angebot, da sie auf Grund ihrer geringen Beanspruchungsmöglichkeit kaum gefragt sind.

Abrieb 2:
Die Abriebgruppe II ist für die Beanspruchung durch normales Schuhwerk geeignet, und kann nur geringen Einwirkungen wie kratzende Verschmutzungen standhalten. Einsatzbeispiele: privater Wohnbereich außer Küchen, Treppen, Terrassen und Loggien.

Abrieb 3:
Fliesen der Abriebgruppe III sind für mittelstarke Beanspruchung geeignet und daher bei mittlerer Begehungsfrequenz im gesamten Wohnbereich einsetzbar. Aber auch auf Balkonen kann man Fliesen mit der Abriebgruppe III verlegt werden.

Abrieb 4:
Fliesen der Abriebgruppe IV sind noch stärker beanspruchbar. Sie widerstehen der Beanspruchung durch normales Schuhwerk unter Einwirkung von herein getragenem Schmutz auch bei stärkerer Begehungsfrequenz und eignen sich so ohne jede Einschränkung für den Einsatz im privaten Wohnungsbau wie auch öffentlichen Gebäuden sowohl innen als auch außen.

Abrieb 5:
Fliesen der Abriebgruppe V sind für Bereiche geeignet, bei dem man mit sehr hohem Publikumsverkehr rechnet und somit die dieser Gruppe einem sehr hohen Verschleißwiderstand standhält. Fliesen der Abriebgruppe V werden daher in erster Linie in Ladenlokalen, Hotels, Gastronomiebetrieben und ähnlichen Bereichen eingesetzt.


Abweichungen

Beim Kauf von Fliesen sollte man immer auf die Brandfarben- und Kalibernummern achten, da diese auch bei der gleichen Fliesenserie unterschiedlich sein können. Die Brandfarbe wird meist als Tono bezeichnet. Im Fliesenfachgeschäft achten die Verkäufer normalerweise immer darauf, dass nur Fliesen einer Charge gekauft werden. Vor der Verlegung sollte jedoch trotzdem unbedingt nochmal kontrolliert werden ob die gekauften Kartons aus der gleichen charge sind. Verlegtes Material ist generell von der Reklamation ausgeschlossen.

Auspresspistole

Eine Auspresspistole benötigen Sie, um Eck-, Anschluss- oder Sanitärfugen aufzutragen. Damit ist ein zügigeres und sauberes Arbeiten garantiert, was bei der Benutzung von Tubenware oder Kartuschen mit Drehpinsel nicht der Fall ist.

Auspresspistolen sind weiterhin zum Auspressen dauerelastischer Kitte (z.B. Silikonkautschuk), beim Abdichten von Fußbodenrändern und Dehnungsfugen geeignet.

Ferner kann man sie zum Auspressen dauerelastischer Fugenmassen auf Acrylbasis bei Rissen, Spalten und beim Zusammenstoßen unterschiedlicher Bauteile benutzen.

Des Weiteren ist sie zum Auspressen dauerelastischer Kitte beim Abdichten von Fußbodenrändern und Dehnungsfugen anwendbar.

Die Auspresspistole dient auch zur Verarbeitung von dauerelastischen Fugenmassen und Sanitärfugendichtern in Kartuschen, sowie zum Auspressen von Dichtungs- und Versiegelungsmassen oder Klebern, die in Kartuschenform geliefert werden.

Die Auspresspistole gehört somit zu den unerlässlichen Werkzeugen zum Auspressen von Dichtstoffen aus Kartuschen.


Allergien

Durch die glatte geschlossene Oberfläche der Fliesen können keine sich Milben, Bakterien und Sporenpilzen einnisten. Eine feuchte Reinigung lassen sich diese mühelos, zur Vermeidung von Allergien, entfernen.


 
Ausbessern
Das Ausbessern eines bestehendes Fliesenbelages ist meist nicht unproblematisch.
Kleinere Löcher in Wandfliesen können unter Umständen noch mit Silikon oder Acryl ausgebessert werden. Für größere Schäden oder Abplatzungen an Bodenfliesen ist das Erneuern der betreffenden Fliese oft unumgänglich. Hierzu sollte zuerst der Fugenmörtel rund um die beschädigte Fliese aufgeschnitten werden, um die Fliesen von den umliegenden Fliesen zu entkoppeln und Beschädigungen an diesen zu vermeiden. Danch sollte mit einem Meißel die beschädigte Fliese vorsichtig entfernt werden. Auch die unter der Fliese bestehenden Kleberreste müssen restlos entfernt werden bevor die neue Fliese eingesetzt wird.
Danach einfach normal verfugen.