Fliesen von Sanitärfuge bis Steinzeugfliese

Sanitärfuge
Überall, wo im Bad oder in der Küche Fliesen an gefliesten oder anderweitig wasserabweisend beschichteten Wände anschließen, entstehen Sanitärfugen. Dort sammeln sich Tropf- und Spritzwasser, Seifenreste und Staub ständig ab. Dadurch entsteht in diesen Bereichten eine schlecht sauber zuhaltende Schmutzzone. Daher sollte man in diesen Bereichen Sanitärfugen dauerelastisch mit zur Sanitär und/oder Fliesenfarbe passendem Sanitärfugendichter versiegeln.


Sanitärfugendichter
In Bädern als auch in Küchen gibt es viele Anschluss- oder Dehnungsfugen, die einer dauerelastischen Versiegelung bedürfen. Daher gibt es Sanitärfugendichter, die sowohl transparent als auch in den gängigen Sanitärfarben einsetzbar sind. Hochwertige Massen sind auf Silikon-Kautschuk-Basis aufgebaut und zeichnen sich durch hohe, dauerhafte Elastizität und Farbtreue aus. Es gibt auch Materialien, die sowohl fungizid als auch bakterizid ausgestattet sind. Diese Silikone eignen sich hervorragend für schlecht belüftete und daher oft länger feucht bleibende Ecken.
 
 
Scheinfuge
Eine Scheinfuge ist in die keramische Fliese gepresstes Basrelief, das optisch wie eine Fuge wirkt.

Scherben
Scherben sind gebrannter Fliesenkörper ohne Glasur.

Sortierung
Bevor man die Fliesen im Handel kaufen kann, werden sie einer Qualitätskontrolle und Sortierung unterzogen. Selbst bei nur kleinen Mängeln werden die Fliesen dann als Mindersortierung oder 2. Wahl verkauft.

Steingutfliesen
Die klassische Badezimmerfliese ist aus Steingut. Von den Herstellern wird durch ein Fußsymbol hervorgehoben, dass sich diese Fliese besonders als Bodenfliese eignet.

Steingutfliesen haben einen verhältnismäßig weichen weißen, gelblichen oder auch rötlichen Scherben und sind recht leicht zu bearbeiten. Steingutfliesen werden üblicherweise trocken gepresst und bei Temperaturen über 1000°C gebrannt.

Durch die porösen Scherben nimmt sie relativ stark Wasser auf. Daher sind Steingutfliesen auch nicht dazu geeignet im Freien verlegt zu werden, da das aufgenommene Wasser die Fliese bei Frost sprengen würde. Daher wird sich hauptsächlich im Innenbereich verlegt.

Steingutfliesen sind altbewährt einsetzbar für die Wand in Küche und Bad. Außerdem kann man sie auch ohne bedenken im Nassbereich von Innenräumen einsetzten, da ihre Oberfläche durch eine Glasur versiegelt ist und somit über die Fliesenkanten und die Unterseite bei der Innenverlegung nur wenig Wasser aufgenommen werden kann. Leider ist ihre Glasur relativ weich und somit mechanisch nicht belastbar. Daher eignen sich Steingutfliesen als Bodenfliesen nur für barfuß oder mit weich besohltem Schuhwerk begangene Flächen im Privatbad.
Sind Steingutfliesen bodengeeignete, sind sie normalerweise durch ein Fußsymbol gekennzeichnet.

Steinzeugfliesen
Das Angebot an Steinzeugfliesen ist wesentlich umfangreicher als dies bei Steingutfliesen. Es reicht von unterschiedlichem Formen vom klassischen Quadrat über das Rechteck bis zu Sechs- und Achtecken. Aufeinander abgestimmte Formate erlauben dabei häufig interessante Formatkombinationen.

Äußerst interessant sind auch Formatkombinationen, wenn ganze Geschoßflächen farblich gleichmäßig gefliest werden, die Böden der einzelnen Räume sich aber dennoch durch das Fugenbild unterscheiden sollen. Da es sich bei Steinzeug um frostbeständiges Material handelt, kann man einen Belag auch auf der Terrasse fortsetzen.